EURo-InTeam | Breaking News: Unter Strom...

15.11.18 Von: Arne

...EURo testet neues Abwehrkonzept. Wir alle haben unsere Helden und Vorbilder. Für die einen sind es fiktive Männer oder Frauen in hautengen Kostümen, die anderen fiktiven Männern oder Frauen in engen Kostümen nachstellen. Für die anderen sind es wiederum die Menschen von nebenan.

Daniel „ich kenne jede Simpsons-Folge“ Burns-Bekemeier und Jan-Nick Fury Kruse gehören zu Ersteren. Beide sind glühende Marvel-Jünger und tragen seit dem Tod von Stan Lee Trauerflor. Der Versuch, wie ihre Idole zu sein, misslingt ihnen jedoch. Jenny z.B. hält es mit Captain America, bringt es allerdings eher zum (Super-) Heldengehilfen, der keine Superkräfte hat. Durch seine Aktionen sorgt dieser gemeinhin eher für den komödiantischen Touch in den Filmen. So beispielsweise in der Vorbereitung, als Janni gegen Ende der Einheit plötzlich vom Sportplatz verschwand. Zurück kam er mit einer Kiste Gerstenkaltschale. Grundsätzlich ist das eine heldenhafte Aktion. Die Ausführung aber war dann eher tollpatschig, hatte er doch das kleine Detail übersehen, dass das Training noch nicht beendet war. Ähnliches gilt für die Aufwärmpullover. Diese bestellte Janni anscheinend im Baumarkt, gleichen jene doch eher Teichfolien. Aber dennoch, die Schlagkraft unserer Abwehr dürfte sich damit in den ersten Spielminuten erhöhen. Ob ein elektrischer Schlag auf Grund statischer Aufladung gegen geltende Handballregeln verstößt, finden wir noch heraus. Böse Zungen behaupten zudem, dass Janni die LKW-Planen bestellt hat, um die Mayonnaise-Flecken der Pommes nach dem Spiel besser abwaschen zu können.

Zu Zweiteren jedenfalls gehören per Definition all jene Menschen, deren Unterhosen und Bettbezüge keine Individuen zieren, die bei jeder Gelegenheit öffentliches Eigentum zerstören. Auf eine Gruppe bezogen, die aus 100 Leuten über 16 Jahren besteht und zu der auch Beko und Janni zählen, macht dies einen Anteil von ca. 98 % aus. Einer dieser Menschen ist Philip „der Nasse“ Schütte. Während Altersgenossen als Teenager die Poster von Bravo-Sternchen oder Holly-, Bolly- und Nollywood-Stars an den Wänden hatten, hielt es der Nasse eher mit Handballikonen. Was auf den ersten Blick normal klingt, entpuppt sich auf den zweiten dann doch eher als skurril. Die Handballikonen, die der Nasse an der Wand hatte, sind die alten EURo-Urgesteine Wolf „Volvo“ Diekmann und Steini „der schönste Mann der Gemeinde“ Steinhauer. Der glücklichste Mensch der Welt wurde der Nasse dann unlängst, als er mit eben jenen an einem „Meet and Greet“ mit Angeln auf der Ostsee teilnehmen durfte.

Was auf der einen Seite nach einer fairen Geste aussieht, war letztlich Produkt langer wie genialer Planung. Wenn man so will ist der Nasse für die HSG EURo, was „Rose“ für „Two and a Half Men“, „Ralph“ für „Lisa Simpson“, „Barney Stinson“ für „How I Met Your Mother“ oder Günter Guillaume für Willy Brandt war. Der Trip an die See jedenfalls ist die Klimax eines Meisterwerks, das sich über mehrere Jahre aufbaute.

Der „Nasse“! Niemand weiß letztlich genau, wie er zu seinem Spitznamen kam. Getarnt als eine Anspielung auf den Konsum alkoholischer Getränke oder Bettnässerei, wird er sich den Namen einzig im Hinblick auf den Ostseetrip selbst gegeben haben. Hinzu kommen sein Bootsführer- und Angelschein sowie sein Engagement bei Prieß und Horstmann. Seine Zigarettenmarke? Dieselbe wie Wolfs. Das alles, um ein Wochenende mit und bei seinen Idolen sein zu können. Die Freudentränen, die er verschenkte, waren dabei der Klammerschluss zu seiner Spitzennamengebung. Ein Drehbuch, wie es nur die Realität schreiben kann. Wenn er nicht gerade intrigiert, ist er übrigens ein feiner Kerl, der Nasse.

Da war doch noch … die Mannschaftsfahrt. Hier ist die EURo recht vielseitig aufgestellt. Mallorca, Düsseldorf, Sauerland – Geld spielt keine Rolle. Vorsichtigen Prognosen nach, tut es dies auch diese Saison nicht. Das neue Anreizsystem macht es möglich. Pro Gegentor über 30 wird von jedem Spieler ein Beitrag in die Mannschaftskasse entrichtet. Den aktuellen Bemühungen nach zu urteilen, soll es diese Saison nach Hawaii gehen! Es sei denn, die neue Abwehr greift.

Wie dem auch sei. „Wir waren alle vorher überzeugt davon, dass wir das Spiel gewinnen. So war auch das Auftreten meiner Mannschaft, zumindest in den ersten zweieinhalb Minuten.“ – Julian Siebeking alias Peter Neururer über die Niederlage gegen den Spitzenreiter