1. Frauen | Landesliga wir kommen...

16.04.22 Von: MT-Online

Mit Volldampf in die Landesliga: Zwei Jahre nach dem Tiefpunkt können die EURo-Frauen wieder lachen...!

Back in Black: Die Handballfrauen der HSG EURo feiern den Landesliga-Aufstieg. Zum Team gehören (oben von links) Betreuer Markus Langer, Dorothee Heuser, Madita Wuckel, Laura Höinghaus, Jonna Gärtner, Kim Röthemeier, Anneke Langer, Verena Finke, Christin Selle, Nicole Mindt, Melanie Schnitker sowie (unten von links) Janine Kaschel, Magdalena Grote, Matthias Bredemeier, Lisa Danneberg, Marie Höinghaus und Kira Lübking. Foto: © privat

Hille. Zum Titelgewinn ließen sie es krachen: Mit einem 38:12-Heimerfolg, dem höchsten Sieg der Saison, fegten die Handballerinnen der HSG EURo das Team des SV Warmsen aus der Unterlübber Sporthalle und feierten mit den Fans die Bezirksliga-Meisterschaft sowie den Aufstieg in die Landesliga.

Von 16 Spielen hat das Meisterteam kein einziges verloren, lediglich das 21:21-Unentschieden in der Nachbarschaft beim TuS Eintracht Oberlübbe II Anfang März sorgt für einen klitzekleinen Makel. Mit 31:1 Punkten sicherte sich die HSG zwei Spieltage vor Saisonende den Titel bei einem uneinholbaren Vorsprung vor der HSG Porta (20:8) und der HSG Hüllhorst II (16:8).

„Ich wusste, dass wir oben mitspielen können, aber die Dominanz hat mich überrascht“, sagte Trainer Matthias Bredemeier, der die gute Mischung im Team lobt: „Da ist ein toller Zusammenhalt entstanden“, sagt der Coach, der zwei Jahre nach dem bitteren Aus der HSG in der Oberliga nun für einen frischen Erfolg und Glücksgefühle im Verein sorgt. Im Frühsommer 2020 hatte sich die HSG EURo nach glanzvollen Jahren, in denen die Mannschaft bis ins westfälische Oberhaus aufgestiegen war, von der großen Bühne wieder verabschiedet. Das Team brach auseinander, Trainer Matze Bredemeier ging nach drei Jahren als Chef ebenso wie viele erfahrenen Spielerinnen. Für die HSG stand der Neustart in der Bezirksliga an. Und dort ging es schnell wieder voran. Bredemeier kehrte nach einem Jahr Auszeit ebenso zurück wie die einstigen Oberliga-Spielerinnen Lisa Danneberg (vom TSV Hahlen), Nicole Mindt und Dorothee Heuser (beide vom HSV Minden-Nord). Mit einer dünnen Spielerinnendecke, die schließlich neben der ersten auch die aktuell auf Platz eins der Kreisklasse stehendende zweite Mannschaft versorgte, gelang der Neuaufbau. Das Team fand schnell zur spielerischen Stabilität und fing auch die Schwangerschafts-Auszeiten und Verletzungsprobleme von Dorothee Heuser, Kim Röthemeyer und Janine Kaschel auf. Für Stabilität und Erfahrung sorgte die routinierte Torhüterin Melanie Schnitker. „Sie hat uns sehr geholfen“, dankte Bredemeier seiner im Verlauf der Saison aktivierten Nummer zwei zwischen den Pfosten für ihre Unterstützung.

Das Team hat reichlich Zeit, den Aufstieg zu feiern und zu genießen, denn erst im Mai stehen die beiden letzten Spiele als Bezirksligist an. Samstag, 7. Mai, absolvieren die EURo-Frauen um 19.30 Uhr das letzte Heimspiel gegen den TuS Vlotho-Uffeln, zwei Wochen später drehen sie dann am 22. mai bei der HSG Hüllhorst die Ehren- und zugleich die Abschiedsrunde.

Danach geht es in die Vorbereitung auf die neue Saison, für die Bredemeier den Aufsteiger personell etwas breiter aufstellen will. „Wir arbeiten daran“, sagt er. Bange ist ihm vor der Landesliga nicht.

 

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