1. Frauen | Kreispokal

7.01.20 Von: MT-Online

Lit-Frauen schaffen es über den Berg und holen den Kreispokal. Porta Westfalica (cb). Eine stramme Leistung vollbrachten auch die vier teilnehmenden Teams der Frauen-Endrunde des Handball-Kreispokals in Möllbergen. Der brachte am Sonntagabend mit Lit Tribe Germania einen neuen Sieger hervor. Das Finale gewann der Oberligist verdient gegen den Klassenpartner und Titelverteidiger HSG EURo.

Der hatte sich ohne jegliches Training bis in die Endrunde gespielt und tat sich lediglich zum Auftakt gegen den Bezirksligisten TV Hille schwer. „Eigentlich war es ganz manierlich“, wertete EURo-Trainer Matthias Bredemeier die Leistung am Samstag.

Im Halbfinale tags darauf bekam es der Oberliga-Achte mit dem eine Klasse tiefer spielenden TuS 09 Möllbergen zu tun. Der hatte sich im letzten Vorrundenspiel gegen Oberligist TSV Hahlen durchgesetzt. „Vor dem Spiel haben wir nachgerechnet und plötzlich erkannt, dass noch etwas möglich ist. Und wir wollten unbedingt heute dabei sein“, sagte TuS-Trainer Patrick Richter nach dem Halbfinal-Aus, das durch ein 13:18 nach zweimal 20 Spielminuten besiegelt war. „In der Abwehr standen wir in der einen oder anderen Szene zu passiv. Und EURo nutzt das super durch Rahel Rodehau aus“, begründete Richter den deutlichen 7:15-Rückstand zehn Minuten vor dem Ende einer Partie, in der HSG-Rückraumspielerin Rahel Rodehau satte zwölf Treffer gelangen.

Im ersten Halbfinale lieferten sich der HSV Minden-Nord und der spätere Pokalsieger ein bis in die Schlussphase spannendes Duell, das Lit knapp 19:17 für sich entschied. Im Gegensatz zum Liga-Spiel, dass Lit 33:21 in Stemmer gewann, begegneten sich am Sonntag beide Mannschaften aufgrund diverser Ausfälle auf Augenhöhe. „Deswegen ist die Niederlage auch ärgerlich“, gab HSV-Trainer Olaf Grintz, der am Sonntagmorgen aus dem Finnland-Urlaub zurückgekehrt war, zu Protokoll.

Seine an der Schulter verletzte Tochter Maren Schacht sprang in der Vorrunde in die Bresche und assistierte beim Halbfinale. „Besonders in der Schlussphase verteidigen wir manchmal nicht konsequent bis zum Pfiff und lassen entweder noch einen Torwurf oder ein Anspiel an den Kreis zu“, erklärte Schacht. Mit den Auftritten in der Vorrunde war die verhinderte Rückraumspielerin einverstanden. „Als Oberligist lässt man es gegen die unterklassigen Gegner vielleicht manchmal schleifen“, beschrieb Schacht eine Vorrunden-Falle, in die sie und ihr Team im Gegensatz zur vorigen Auflage nicht tappten.

Auch Lit hielt sich bereits am Freitagabend bei der Vorrunde in Warmsen problemlos die Konkurrenz vom Hals und hatte nach dem spielfreien Samstag im Endspiel gegen EURo scheinbar die größeren Kraftreserven. „Das erstaunt mich. ich habe eigentlich nicht gewechselt. Deswegen waren einige Spielerinnen echt platt. Über den Berg müssen sie aber rüber“, sagte Lit-Trainerin Leiding nach dem Pokalsieg.