1. Frauen | Ibbenbürener SpVg 08–HSG EURo 35:18 (18:11)

10.12.18 Von: HSG EURo

Zu viele Fehler spiegeln Klassenunterschied wieder. Für die HSG EURo ging es am zweiten Wochenende in Folge zu einem Auswärtsspiel gegen ein Team von der Tabellenspitze. Nachdem man in der Vorwoche gegen Dortmund die zweite Halbzeit mit 25:6 Toren gehörig vergeigte und förmlich unterging, sollte der Fokus für diese Partie auf eine konzentrierte und mit weniger Fehlern behaftete Leistung liegen. Dieses gelang allerdings eher nicht. Zudem musste man beim Spiel in Ibbenbüren auf Joana Rodehau, sowie Unterstützung aus 2. Mannschaft und A-Mädchen verzichten.

Zu Beginn der Partie gelang dem Team von Matthias Bredemeier mit dem 0:1, seine einzige Führung binnen 60 Minuten. In den folgenden acht Minuten stellten die Gastgeber mit einem 6:0-Lauf bereits die Vorentscheidung auf die Spielstand-Anzeige. Die Gäste aus Hille scheiterten immer wieder an Ibbenbürens Torhüterin sowie an eigenen Fehlern und so war der weitere Spielverlauf kein Wunder. Jedes Tor wurde durch die Gastgeberinnen immer wieder doppelt bestraft. Der Sprunggewaltige Rückraum aus Ibbenbüren hatte in eigener Halle zu leichtes Spiel gegen die EURo-Abwehr und konnte aus zehn Metern immer wieder frei zum Abschluss und einfachen Toren kommen. Wenn es nicht die einfachen Tore aus dem Rückraum waren, wurden die Eins-gegen-Eins-Aktionen von der Defensive nicht unterbunden. Hier wurde den Offensivkräften der SpVg. einfach laufen gelassen. So war der Halbzeitstand von 18:11 mehr als verdient.

Hängende Köpfe und Vorsätze die man im Endeffekt wieder nicht umsetzen konnte, deuteten ein ähnlich katastrophales Endergebnis wie in der Vorwoche an. Und dieser Eindruck aus der Kabine sollte sich in Durchgang zwei bestätigen.

Nach dem Wiederanpfiff legte Ibbenbüren weiter los wie die Feuerwehr und bestrafte jeden Fehler der Gäste. Innerhalb der ersten sieben Minuten erhöhte man den Halbzeitstand um fünf Treffer auf 23:11. Erst bei 37:54 gelang EURo der erste Treffer durch Lara Kleine per Siebenmeter. Offensiv blieben die Gäste auch im Rest der zweiten Halbzeit blass. Zirka in der 45. Spielminute fiel dann auch noch Rahel Rodehau nach einem Schlag auf den Kiefer aus. Der Rest der Halbzeit war dann ein Gegenstoß-Feuerwerk der Gastgeberinnen und nur ein Fünkchen in Offensive und Defensive der Gäste. Dabei entschärfte Torhüterin Caro Pagels noch acht Versuche allein in Durchgang zwei, die das Ergebnis noch deutlicher hätten enden lassen können. Der Endstand von 35:18 glich also mit seinen siebzehn Toren Unterschied, exakt dem Spiel aus der Vorwoche.
Fazit: Der Unterschied zwischen Aufsteiger und Titelkandidat wurde in diesem Spiel erneut deutlich. An der Tatsache das in Ibbenbüren ohne Kleber gespielt wird, lag es definitiv nicht, das EURo die zweite Woche in folge untergeht. Aber Ibbenbüren ist für die Ostwestfalen auch kein Gegner bei dem man punkten muss. Aber den Gegner ärgern sieht auch deutlich anders aus. Und so bleibt dem Aufsteiger noch ein Spiel in 2018 um ein Lebenszeichen von sich zu geben, bevor es in die Weihnachtspause geht.
Am nächsten Samstag, den 15.12. steht mal wieder ein Heimspiel auf dem Programm. Zu Gast in Unterlübbe ist dann der TV Arnsberg. Im Rahmen der Doppelveranstaltung, wird das Team einen Keks-Verkauf mit selbstgebackenen Köstlichkeiten organisieren. Neben den Oberliga-Frauen brauchen allerdings auch die Landesliga-Männer der HSG die Unterstützung der Zuschauer um die ersten Saisonpunkte einzufahren. Das Orga-Team des Rahmenprogrammes wünscht sich im Übrigen viele Zuschauer in weihnachtlichem Outfit. Egal ob Weihnachtsmann-Mütze, Rentiergeweih oder Ugly-Christmas-Sweater, alles ist erlaubt und gern gesehen.

Tore: Lisa Danneberg (5), Dorothée Heuser und Rahel Rodehau je (3), Maren Büsching (2), Rahel Rodehau (2/1), Lara Kleine (2/2), Sarah Zydel (1)
Des Weiteren spielten: Tina Tegtmeyer und Chanice Arendt
Nicht dabei: Joana Rodehau
Im Tor: Nicole Mindt (1. - 20. Spielminute, 3 Paraden), Caro Pagels (20. –
60. Spielminute, 8 Paraden)

Zeitstrafen: Ibbenbürener SpVg 08 (1) : HSG EURo (3)
Schiedsrichter: Daniel Bremmer und Karl Heinz Kröner

Der Spielfilm: 0:1; 1:1; 2:1; 3:1; 4:1; 5:1; 6:1 (8:42 Spielminute); 6:2; 7:2; 7:3; 8:3; 8:4 (15:52); 9:4; 9:5; Auszeit ISV (19:09) 10:5; 10:6; 11:6; 12:6; 13:6; 13:7; 14:7; 14:8; 15:8; 16:8; Auszeit EURo (26:46); 16:9; 17:9; 17:10; 18:10; 18:11 (Halbzeitstand) - 19:11; 20:11; 21:11; 22:11; 23:11; 23:12 (37:54); 24:12; 25:12; 26:12; 27:12; 27:13 (41:29); 28:13; Auszeit HSG EURo (42:19); 29:13; 30:13; 30:14; 31:14; 32:14; 32:15; 33:15; 33:16; 34:16; 34:17; 34:18; 35:18 (Endstand)