1. Frauen | HSV Minden-Nord - HSG EURo 28:19 (11:11)

6.11.19 Von: MT-Online

Minden (cb). Wie zu den großen Drittligazeiten des HSV Minden-Nord und des TSV Hahlen sind Sitzplätze bei den Lokalkämpfen auch in der Oberliga ein knappes Gut. So auch am Freitagabend in Stemmer beim 28:19 (11:11)-Sieg des HSV gegen die HSG EURo.

Ann-Kathrin Bredemeier (links) und Sara Zydel schaffen es nicht, HSV-Spielerin Maren Schacht in dieser Szene aufzuhalten. Im bisherigen Saisonverlauf trat Schacht eigentlich nur als Abwehrchefin in Erscheinung. (© Foto: Bendig)

Vier Spielerinnen dominierten in den ersten 30 Minuten ein Derby, das nicht den erhofften Schlagabtausch bot. Dafür war vor allem die HSG EURo verantwortlich. Die Spielerinnen von Trainer Matthias Bredemeier verschleppten gekonnt das Tempo. Das junge HSV-Team verlor in der Defensive bei EURos Kaugummi-Angriffen irgendwann die Geduld und gab die entscheidende Lücke für den Abschluss preis. Die beiden Nutznießerinnen auf Seiten der HSG tragen den gleichen Namen: Rodehau. Vier Treffer, davon drei Siebenmeter, gingen auf das Konto von Rahel und satte sieben erzielte Rhea. Beim HSV dominierten in Abschnitt eins Josi Kelle (6) und Katharina Martin (3) das Angriffsspiel. Kelle sorgte mit zwei Treffern in Folge (9:11, 10:11) für den Anschluss und Abwehrchefin Maren Schacht sieben Sekunden vor der Pause mit einem Heber für den Ausgleich.

Der hatte Signalwirkung. „Von da an hat sie sich endlich mal getraut, auch selber zu werfen“, atmete Minden-Nords Trainer Olaf Grintz auf. Fortan zog Schacht vor der Prachtkulisse in Stemmer das HSV-Spiel gekonnt, traf noch vier weitere Male und setzte die Nebenspielerinnen in Szene. Nach dem 17:15 mit durchschlagendem Erfolg. Die Gäste scheiterten entweder am immer griffiger werdenden HSV-Abwehrriegel oder an der gut haltenden Beate Dahle. Der HSV nutze die Schwächephase zur entscheidenden 22:16-Führung. „In der zweiten Halbzeit haben wir endlich zu unserem Abwehrspiel gefunden“, freute sich Grintz über den Derbyerfolg. EURo-Trainer Bredemeier bemängelte: „In den letzten zehn Minuten verlieren wir die Einstellung.“

HSV Minden-Nord: Dahle, Hunger – Kelle 10/2, Schacht 5, Friesen 3, Martin 3, McCarthy 2, Hartmann 2/1, Thielmann 1, Pross 1, Viering 1, Karoline Schröder, Judith Schröder

HSG EURo: Mindt, Hampel, Pagels – Rahel Rodehau 8/7, Rhea Rodehau 7, Bredemeier 2, Zydel 1, Danneberg 1, L. Kleine, Langer, Staskute, Haack, Joana Rodehau, Tirschler