1. Frauen | HSG EURo macht Aufstieg in die Oberliga klar!

7.05.18 Von: MT-Online

Hille (cb). Sollte es für den Saisonendspurt ein Drehbuch gegeben haben, so hat der Verfasser ein unglaubliches Talent bewiesen. Am vorletzten Spieltag machte Frauenhandball-Verbandsligist HSG EURo den Aufstieg in die Oberliga perfekt. Nach dem hart erkämpften 20:19 (10:8)-Heimsieg gegen Verfolger Vorwärts Wettringen, der ebenfalls noch eine Aufstiegschance besaß, brachen alle Dämme. Die Jubel-Orgien in der Sporthalle Unterlübbe fanden bis spät in die nacht ihre Fortsetzung auf dem Sportfest von Rot-Weiß Unterlübbe.

Herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg in die Oberliga!!!

Das Partyzelt auf dem Sportplatz in Unterlübbe durfte fest in der Hand der Aufstiegsheldinnen gewesen sein. Die bewiesen bereits nach der Schlusssirene in der Halle mit nicht enden wollenden Siegertänzchen, Sektduschen und Umarmungen sowie den Verabschiedungen der ausscheidenden Spielerinnen Nicole Rahrbach, Annalena Schnitker, Nicole Mindt (alle drei hören auf) und Hannah Wiese (TSV Hahlen) und Stefanie Clarus (Eintracht Oberlübbe), dass die Kraft für weit mehr als 60 Minuten Handball reichen würden. n diesen hatte der neue Meister und künftige Oberligist eine Menge Gegenwehr zu brechen. Beide Aufstiegsaspiranten schenkten sich von Beginn an nichts und bisweilen ging es körperlich hart zur Sache und bisweilen wurde es hitzig auf dem Spielfeld und auf den voll besetzten Rängen.

Der Schlüssel zum Aufstieg bringenden Sieg lag in der Abwehr. Caro Pagels hielt im ersten, Nicole Mindt ab Mitte des zweiten Durchgangs stark. Beide waren mit dafür verantwortlich, dass ihr Team Schwächen im Angriffsspiel mit guter Defensivarbeit ausmerzen konnte.

Über die Spielstände 2:2 und 7:7 bewegte man sich bis zum Seitenwechsel auf Augenhöhe und trotz der schmalen 10:8-Pausenführung mussten die HSG lange um den Sieg bangen. Erst mit Rahel Rodehaus Treffer zum 20:17 schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein. War sie aber nicht. Wettringen kämpfte sich auf 19:20 heran und suchte sein Heil in einer offensiven Deckung, die Rahel Rodehau durchbrach und wenige Sekunden vor Schluss einen Strafwurf herausholte. Auf die Ausführung verzichtete die HSG. Der Rest war Jubel. „Ich bin so happy. Der Anteil von Stephan Kleine am Aufstieg ist aber viel größer als meiner. Ich habe es nur zu Ende gebracht“, sagte HSG-Interimstrainer Tobias Lintelmann und stieß mit Kleine mit einer Flasche Kölsch an.

HSG EURo: Pagels, Mindt - Rahel Rodehau 7, Heuser 4, Rahrbach 4, Kleine 2, Wiese 1, Schnitker 1, Zydel 1, Rhea Rodehau, Büsching

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