1. Frauen | Sechs-Tore-Führung in fünf Minuten hergeschenkt

20.11.18 Von: M. Groditzki

Die herbe Niederlage gegen den TV Verl musste erst einmal verdaut werden. *Ironie an* Gut das es in dieser Saison so häufig spielfreie Wochenenden gibt. *Ironie aus* Somit stand nach zwei Wochen Training endlich wieder ein Pflichtspiel auf dem Programm.

Dazu sollte es sich auch endlich mal wieder um ein Heimspiel handeln. Der Gast aus Menden hatte bis zu diesem Zeitpunkt erst einen Punkt auf Konto und die Hoffnung das es so bleiben sollte, waren bei der Mannschaft um Trainer Matthias Bredemeier relativ groß, solang man sich deutlich anders präsentiert als zuletzt gegen Verl.

Zu Beginn der Partie legten beide Mannschaften ein ordentliches Tempo vor. Nach acht Spielminuten verzeichneten Heim- und Gastmannschaft jeweils fünf Treffer. Die Gastgeberinnen schafften in der 13. Spielminute erstmals eine zwei Tore Führung. In der 23. Spielminute erzielte Rahel Rodehau mit einem kuriosen Treffer zum 12:8 einen ersten vier Tore Vorsprung. Der Wurf von Rodehau wurde von Mendens Torhüterin Nadine Truppat zwar abgewehrt, berührte auf seiner Flugbahn Richtung Decke selbige jedoch nicht. Truppat verlor den Ball aus den Augen und dieser sprang nach seiner Rückkehr zum Boden ins Tor. In der Schlussphase der ersten Hälft gelang es Menden dann noch etwas an die EURo-Frauen heranzukommen und man verkürzte auf 15:13 kurz vor dem Pausenpfiff.

Die Vorgaben für die zweite Halbzeit sollten für die HSG klar sein. Weiter konzentriert zur Sache gehen, und die Chancen, welche Menden einem bot, nutzen um die zwei Punkte in der Heimat zu behalten.

Nach dem Wiederanwurf der Partie lief das Spiel für die HSG ähnlich wie im ersten Durchgang. Zwar gelang es den Wölfinnen nach fünf Minuten auf 17:16 heranzukommen, aber die Gastgeberinnen hatten noch eine Schippe drauf zu legen. Bis zur 47. Spielminute spielte man eine beachtliche 23:17 Führung heraus. Was folgte spottet jedoch eigentlich jeglicher Beschreibung. Anstatt die Führung zu verwalten und die Schlussviertelstunde klug herunter zu spielen, verfiel man in Hektik. Unkonzentriertheiten und das Gegenteil von den Anweisungen des Trainers zu spielen, brachten Menden zurück ins Spiel und bescherten den Gästen eine Menge Rückenwind. In gerade einmal fünfeinhalb Minuten egalisierte sich das Ergebnis von 23:17 auf 23:23. Quasi ein Schlag in die EURo-Magengrube. Rhea Rodehau gelang dann der erste Treffer für ihre Farben nachdem man sechs Tore in folge kassierte. Menden legte weiter nach und ging mit 24:25 in Führung. EURo erkämpfte sich eine Minute und 10 Sekunden vor dem Abpfiff erneut beim 26:25 die Führung. Knapp eine Minute vor dem Ende glich Mendens Daniela Theisen per Siebenmeter zum 26:26 aus. Nach jeweils einem erfolglosen Angriff beider Mannschaften flog der Ball noch einmal in Richtung des leeren Tores der Gäste, ehe die Schlusssirene den Treffer verhinderte.
Fazit: Nach der fast schon sensationellen Aufholjagd der Wölfinnen aus Menden, muss man bei der HSG EURo noch froh sein, dass man sich einen Punkt retten konnte. Dennoch sind es immer wieder die gleichen Dinge die der HSG das Leben schwer machen. Allerdings sind das alles Dinge, die man eigentlich abstellen oder umsetzen kann. Das abstellen der Fehler beginnt allerdings auch schon im Training und wird für die anstehenden Partien mehr als wichtig. Denn in den kommenden Wochen ist das Programm für die EURo-Mädels mehr als vollgepackt mit Mannschaften aus dem vorderen Tabellensegment.
Nachdem mal wieder ein spielfreies Wochenende ansteht, welches für die mannschaftsinterne Weihnachtsfeier genutzt wird, geht es am 2. Dezember weiter. Man reist zum aktuell Tabellenzweiten, den ASC 09 Dortmund. Anwurf in Dortmund ist um 15 Uhr in der Sporthalle Aplerbeck. Der Bus zum Spiel fährt um 11 Uhr an der Sporthalle Unterlübbe ab. Anmeldungen zu dieser Fahrt sind bis zum 28.11., 18 Uhr, bei Jörn Haseloh und über die bekannten Social-Media-Kanäle und Spielerinnen und Verantwortliche der 1. Frauenmannschaft möglich.

Tore: Rahel Rodehau (9/3), Lara Kleine (6/2), Joana Rodehau und Dorothée Heuser je (3), Rhea Rodehau (2), Maren Büsching, Sarah Zydel und Lisa Danneberg je (1)
Nicht eingesetzt: Chanice Arendt, Laura Höinghaus, Tina Tegtmeyer und Anneke Langer
Nicht dabei: Marie Höinghaus
Im Tor: Caro Pagels (1. - 30. Spielminute, 5 Paraden, davon 1 gehaltener 7m), Nicole Mindt (31. – 60. Spielminute, 9 Paraden, davon 1 gehaltener 7m)
Zeitstrafen: HSG EURo (3) : SG Menden Sauerland Wölfe (6)
Schiedsrichter: Oliver Kupper und Marcel Machill
Der Spielfilm: 1:0; 1:1; 2:1; 2:2; 3:2; 3:3; 4:3; 4:4; 4:5; 5:5 (7:53 Spielminute); 6:5; 6:6; 7:6; 8:6 (12:20); 8:7; 9:7; 10:7 (18:45); 11:7; Auszeit Menden (20:57); 11:8; 12:8 (22:25); 12:9; 13:9; 13:10; 14:10; 14:11; 14:12; 15:12; 15:13 (Halbzeitstand); 15:14; 16:14; 16:15; 17:15; 17:16 (35:30); 18:16; 19:16; 20:16; 21:16; Auszeit Menden (45:34); 21:17; 22:17; 23:17 (47:00); 23:18; 23:19; 23:20; 23:21 Auszeit EURo (49:51); 23:22; 23:23 (52:35); 24:23; 24:24; 24:25 (56:19); 25:25; 26:25 (58:50); 26:26 (Endstand)