1. Frauen | MT-Handball-Box

16.11.19 Von: MT-Online

Die Müller-Zwillinge von Unterlübbe...Anerkennender Vergleich

Beten mussten die Spielerinnen der HSG EURo um die abwehrstarke Lisa Danneberg im Derby nicht. Die starke Abwehr brachte den Sieg. (© Foto: cb)

Das Frauen-Oberliga-Derby zwischen der HSG EURo und Lit Tribe Germania schrieb viele Geschichten. Die eine ist die der körperlichen Härte der EURo-Abwehr. „Das haben die Schiedsrichter zugelassen. Und wir konnten damit nicht umgehen. Deswegen ist der EURo-Sieg auch verdient“, ärgerte sich Trainerin Andrea Leiding darüber, dass ihre Mannschaft „den Kampf nicht angenommen habe“. Zunächst versuchten die Unparteiischen noch, deutliche Zeichen zu setzen und schickten in der Anfangsphase Ann-Katrin Bredemeier und Rhea Rodehau jeweils zweimal für zwei Minuten auf die Strafbank. „Damit fielen die beiden erstmal für die Defensive aus“, sah sich HSG-Trainer Matthias Bredemeier zum Umdenken gezwungen und zauberte für die Abwehrarbeit Chanice Arendt aus dem Hut. „Sie hat das richtig gut gemacht. Genauso wie Lisa Danneberg dann in der Abwehrmitte.“ Insgesamt kamen die gefährlichen Lit-Rückraumspielerinnen Alena Knicker, Leonie Wöbking, zeitweise Madeleine Benecke und Miriam Bolduan nur auf sechs Feldtore. „Eine überragende Quote“, freute sich Bredemeier, und machte dafür die Abwehrarbeit von Joana Rodehau maßgeblich verantwortlich. „Sie hat eine unglaubliche Arbeit verrichtet“, betonte der EURo-Coach. Bredemeiers Einschätzung weitete der Lit-Vorsitzende Christian Niemann mit einem Vergleich zur Handball-Bundesliga auf die drei Rodehau-Schwestern Joana, Rhea und Rahel aus: „Mit den Dreien ist es genauso wie mit den Müller-Zwillingen. Die hat man lieber im eigenen Team.“ (cb)