1. Frauen | Die Abräumerinnen

7.01.19 Von: MT-Online

Porta Westfalica (jöw). Der Pokal hat seine eigenen Gesetze und Überraschungen sind auch nicht ganz ausgeschlossen. Die Rolle des Favoritenschrecks nahm die SG Häver/Lübbecker ein, die gestern überraschend im Halbfinale des Final-Four-Turniers stand. Die Mannschaft von Johannes Orendi, die einen Mittelfeldplatz in der Bezirksliga belegt, sorgte dafür, dass mit dem HSV Minden-Nord ein Oberligist auf der Strecke blieb.

HSG-Spielführerin Maren Büsching (Nummer 23) präsentiert die Kreispokal-Trophäe ihren Mitspielerinnen. MT- (© Foto: Jörg Wehling)

Für einen weiteren Erfolg im Halbfinale war die Konkurrenz gestern allerdings zu stark. Mit 14:28 verlor der krasse Außenseiter gegen die späteren Kreispokalsiegerinnen der HSG EURo. Der von fast allen Seiten gelobte neue Modus bietet Chance dafür, dass sich auch ein Außenseiter ein kleines Preisgeld verdienen kann.

„Man muss jeden Gegner auch in desem Wettbewerb ernst nehmen“, sagte HSG-Trainer Matthias Bredemeier nach dem aus seiner Sicht perfekten Wochenende. Am Samstag setzen sich die Oberliga-Handballerinnen verdient gegen Eintracht Oberlübbe, TuS 09 Möllbergen und die HSG Espelkamp-Fabbenstedt durch. Richtig gefordert wurden die EURo-Spielerinnen erst im Finale gegen den TSV Hahlen, wo sie auch dank einer schnellen 7:1-Führung am Ende die Nase vorne hatten und zurecht ein Jubeltänzchen im Mittelkreis der Sparkassenarena vor stattlicher Kulisse vollführen konnten. „Es gab sicher auch Phasen, wo das Spiel hätte kippen können“, sagte Bredemeier, der aber ein perfektes Wochenende für seine Spielerinnen sah. „Am Ende waren meine Mädels auch ein wenig müde, angesichts der Trainingswoche und dem Kreispokal-Wochenende.
Die Oberliga-Handballerinen der HSG EURo profitierten im
Finale gegen den TSV Hahlen von einem 7:1-Traumstart und gewannen das packenden Finale mit 16:13. Die HSG EURo hatte sich im Halbfinale gegen Pokalschreck SG Häver-Lübbecke (warfen den Oberligisten HSV Minden-Nord aus dem Wettbewerb) mit 28:14 durchgesetzt. Der TSV Hahlen hatte beim
17:15 gegen die HSG Hüllhorst deutlich mehr zu kämpfen. „Die Mädels haben ein perfektes Wochenende gespielt. Das freut mich außerordentlich. Jetzt können sie auch ein bisschen feiern", sagte EURo-Trainer Matthias Bredemeier nach der Jubelorgie an der Porta.

Neben dem Kreispokal durften die HSG-Spielerinnen über zwei weitere Auszeichnungen freuen. Nicole Mindt wurde als beste Torfrau ausgezeichnet und Lara Kleine als beste Torschützin im Kreispokal-Wettbewerb. Somit räumten sie alle möglichen Titel an einem erfolgreichen Wochenende ab.

Zufrieden mit dem Abschneiden war aber auch TSV Hahlens Trainer Sebastian Winkler. „Im Finale ist es für uns ein bisschen unglücklich gelaufen. Zunächst waren wir in der Abwehr viel zu unentschlossen und haben auch im Angriff zu oft die falschen Entscheidungen getroffen“, sagte Winkler. Richtig gut fand er ebenso wie seine Spielerinnen den Turniermodus und die Kulisse in Möllbergen. „Uns hat es wirklich sehr viel Spaß gemacht“, lobte Winkler das Möllberger Organisationsteam um Christina Kurz.

Froh waren alle Frauen-Mannschaften, dass sie von allergrößten Verletzungssorgen verschont wurden. Und so genossen alle Teams ein optimales Turnier, um sich auf den zweiten Saisonteil, der am kommenden Wochenende beginnt, vorzubereiten.